Schenkrituale an Geburts- und Feiertagen wie Ostern und Weihnachten sind Teil unserer Kultur. Das Schenken hat lange Tradition und viele Gründe. Für Wissenschaftler, die das Menschsein erforschen, ist es ein Akt von Nächstenliebe. Mit einem Geschenk zeigten wir dem Nächsten, dass wir mit ihm fühlen, ihn voller Liebe betrachten.

  • Die damit verbundene Botschaft laute: „Ich denke an dich!“ Es gehe beim Schenken vor allem um Gefühle (Ideelles), weniger um den Wert des Geschenkes (Materielles).

Wen beschenken?

ÖsterreicherInnen beschenken zu Weihnachten vor allem engste Verwandte. Doch in einer konsumorientierten Zeit wie der unseren, wo jeder schon genug von allem zu haben scheint, fällt selbst das Beschenken derer, die man gut zu kennen glaubt, unglaublich schwer.

  • Das ist sicher ein Grund, warum Familien beschließen, weniger zu schenken, nur Kinder zu bescheren, ganz auf Geschenke zu verzichten oder sich mit ihren Geschenken an neue, teils sogar unbekannte Empfänger zu wenden, zum Beispiel fremde Kinder in Not. 

Wie schenken?

Für viele ist das Schenken altruistisch – eine selbstlose, uneigennützige Tat. Es geht darum, das perfekte Geschenk für den zu Beschenkenden zu finden. Perfekt ist ein Geschenk, das dessen Herzenswunsch erfüllt.
Überschätzen Sie den emotionalen Wert materieller Geschenke nicht! Denn damit unterschätzen Sie den Wert ideeller Geschenke. Sie können Ihre Zeit und damit sich selbst auf vielerlei Weise verschenken und spenden: an Bekannte oder Unbekannte, erkannt oder unerkannt.

  • Letzteres sei übrigens das Rezept für höchstes Glücksgefühl, da es ohne die Erwartung einer Gegengabe erfolge. Werden Sie in der Stillen Nacht, zum stillen Helfer und machen Sie einem Mitmenschen das perfekte Geschenk! 

Schenken neu denken?

Überdenken Sie Ihr Schenkritual, besprechen Sie es im Kreis Ihrer Lieben! Erwägen Sie, dem Schenken den ihm heutzutage vor allem anhaftenden Konsumcharakter zu nehmen. Rund 10.000 Dinge besitzt ein Mitteleuropäer. Besitzen heißt nicht: brauchen, schon gar nicht zum Befriedigt- und Glücklichsein.

  • Vermehren Sie nicht den Berg der Vielbesitzer, sondern verschenken Sie stattdessen Teile Ihres Besitzes an Besitzlose! Denn was Sie zu viel haben, haben viele andere zu wenig. Oder spenden Sie Bedürftigen!

Was schenken?

Was kommt heuer unter den Weihnachtsbaum? Unsere Top 11 Vorschläge:

  1. Schenken Sie Sicherheit
  2. Schenken Sie Glück
  3. Schenken Sie Unbeschwertheit
  4. Schenken Sie Kraft
  5. Schenken Sie Hilfe
  6. Schenken Sie Stärke
  7. Schenken Sie Chancen
  8. Schenken Sie Zukunft
  9. Schenken Sie Möglichkeiten
  10. Schenken Sie Mut
  11. Schenken Sie Zuversicht!