Sehbeeinträchtigung und Adventzeit

Weihnachten steht vor der Tür, Schaufenster sind festlich geschmückt, Weihnachtsbeleuchtung erhellt verschneite Straßen. Da fällt es besonders schwer, mit Blindheit oder Sehbeeinträchtigung zu leben. „Besonders im Advent erleben vor allem später erblindete Menschen Einschränkungen durch das verlorene Augenlicht als sehr schmerzhaft“, erläutert Diplom-Sozialarbeiterin Sandra Klement. „Wichtig ist, dass in der Adventszeit niemand alleine sein muss.“ Für ältere Menschen stehen dabei oftmals Erinnerungen an die Kindheit im Vordergrund.

Gemeinschaftlichkeit und Gespräche

Bei Lesungen oder gemeinsamen Kekse backen können Betroffene den Advent bewusst erleben, ohne dafür sehen können zu müssen. „Besonders am Herzen sollten uns die zahlreichen alten Menschen liegen, die alleine leben. Man sollte ihnen die Möglichkeit geben, sich mit anderen Betroffenen zu unterhalten und in ungezwungenen Gesprächsrunden auch Tipps für ein Meistern des Alltags austauschen zu können“, so die Expertin. „Besonders vor und bei Familienfesten wie Weihnachten, wo vielen Betroffenen bewusst wird, dass keine Familie mehr da ist, sollten wir uns bemühen, alte und beeinträchtigte Menschen ein Stück weit aufzufangen.“