Welche Bedeutung hat der Begriff „Soziales Engagement“?

Das freiwillige soziale Engagement hat in Österreich einen enormen Stellenwert. 3,3 Millionen ab 15 Jahren oder 46 Prozent der ÖsterreicherInnen sind nach der letzten Erhebung in einer Organisation, einem Verein oder in der Nachbarschaftshilfe freiwillig  tätig. Das schafft zusätzlich zu unserem Sozialsystem eine hohe Lebensqualität und hält unsere Gesellschaft zusammen.

Freiwillige/Ehrenamtliche sind in vielen Bereichen aktiv, vom Katastrophenschutz über Sport, Bildung, Umwelt- und Tierschutz bis zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung, von Kindern oder alten Menschen.

Was sind die größten Hürden, um soziale Initiativen umzusetzen?

93 Prozent der Freiwilligen geben als ihr Motiv an, dass sie anderen helfen möchten, für 88 Prozent ist es auch wichtig, dass die Tätigkeit Spaß macht. Menschen, die nicht freiwillig tätig sind, begründen das damit, dass sie niemals gefragt oder gebeten wurden. Auch die mangelnde Zeit infolge beispielsweise familiärer Verpflichtungen stellt einen Hinderungsgrund dar. Wir müssen daher die Menschen noch mehr mit Angeboten dort abholen, wo sie zu Hause sind. Und Freiwillige brauchen gute Rahmenbedingungen, rechtliche Absicherung und natürlich Anerkennung.

Welchen aktiven Beitrag können Bundes- und Landesstellen leisten, um das gesellschaftliche Engagement voranzutreiben?

Seit 2003 und auf gesetzlicher Grundlage mit dem Freiwilligengesetz 2012 gibt es in meinem Ressort den Österreichischen Freiwilligenrat, dessen Aufgabe es ist, Maßnahmen zur Förderung des freiwilligen Engagements zu entwickeln. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene hat sich da vor allem seit dem Europäischen Jahr zur Förderung des freiwilligen Engagements 2011 einiges getan. Das hat dem freiwilligen Engagement zu mehr Anerkennung und Wertschätzung verholfen. Wir haben heute in fast jedem Bundesland ein Freiwilligenzentrum zur Vermittlung von Angeboten an Stellen und Nachfragen von Freiwilligen.

Fast jedes Bundesland und die meisten Organisationen selbst ermöglichen eine Unfall- und Haftpflichtversicherung für Freiwillige. Der von meinem Ressort herausgegebene Nachweis über freiwillige Tätigkeiten dokumentiert  die in der Freiwilligenarbeit erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen, die auch im Berufsleben verwertbar sind. Alles Anreize, um insbesondere jüngere und ältere Menschen zur Mitwirkung zu motivieren.

Wie sehr gehen das Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft und des Staates Hand in Hand?

Die Substanz einer solidarischen Gesellschaft besteht darin, die Verbindung zwischen Wohlfahrtsstaat, Unternehmen und bürgergesellschaftlichem Engagement optimal zu gestalten. Der soziale Zusammenhalt einer Gesellschaft beruht zunächst auf einem ausgebauten und sicheren Sozialstaat mit Rechtsansprüchen für die BürgerInnen.

Die zweite Säule für den sozialen Zusammenhalt bilden gesellschaftlich verantwortliche Unternehmen, die – unter Einhaltung gesetzlicher und kollektivvertraglicher Bestimmungen - einen wesentlichen Beitrag durch „social sponsoring“ und gute Rahmenbedingungen für das freiwillige Engagement ihrer MitarbeiterInnen leisten.

Die dritte Säule für den sozialen Zusammenhalt liegt im bürgerschaftlichen Engagement, wo Freiwillige über gesetzliche Verpflichtungen hinaus - und nicht nur als politische Menschen - aus eigener Betroffenheit oder aus der Erkenntnis über die Notwendigkeit solidarischen Handelns selbst aktiv und tätig werden.

Welche Rolle spielen NPOs, NGOs oder Unternehmen hinsichtlich des gesellschaftlichen Engagements?

Nonprofit- und Nichtregierungsorganisationen sind die wesentlichen Träger des freiwilligen Engagements. Die Schaffung guter Rahmenbedingungen für die Mitwirkung von Freiwilligen ist daher ein wesentlicher Bestandteil unserer Freiwilligenpolitik.

Wie wird Freiwilligenarbeit dokumentiert?

Der im Freiwilligengesetz festgelegte und nunmehr 2. Bericht über die Lage und Entwicklung des freiwilligen Engagements in Österreich steht vor Fertigstellung und wird sich insbesondere mit den zukünftigen Herausforderungen beschäftigen, an deren Bewältigung und Umsetzung wir stetig arbeiten.

 

Freiwilligenarbeit weltweit

 

Hast du dir schon einmal überlegt ist Ausland zu gehen um dich dort für soziale Projekte zu engagieren, Einblicke in verschiedene Gesundheitsbereiche zu erhalten oder dich um den einheimischen Tier- und Naturschutz zu kümmern?

Entscheide dich für den Schritt und du hast die Möglichkeit auf einzigartige Erfahrungen.

Leiste mit deinem Engagement einen wertvollen Beitrag, unterstütze die Arbeit der lokalen Einrichtungen und schaffe durch deine Motivation und deine Kreativität neue Möglichkeiten.

Durch die Teilnahme an einem Freiwilligenarbeitsprojekt lernst du eine ferne Kultur hautnah kennen, du lernst durch den intensiven Kontakt zu Einheimischen mehr über Gebräuche, Verhaltensweisen und die ganz besondere Art das Leben zu leben. Es geht vor allem und die Erweiterung des eigenen Horizontes, Herausforderungen anzunehmen und aus neuen Erfahrungen zu lernen.

Praktikawelten ermöglicht dir die Teilnahme an über 400 Projekten in 28 Ländern weltweit. Kurzaufenthalte ab 2 Wochen geben dir erste Einblicke in die Arbeit der Projekte vor Ort und in die Kultur des Ziellandes. Längere Aufenthalte von bis zu einem Jahr ermöglichen ein Eintauchen in das Leben vor Ort und du kannst die Partner intensiv durch deine Eigeninitiative unterstützen, von ihnen lernen und eigenes Wissen weitergeben. So entsteht ein kultureller Austausch der ganz besonderen Art und Weise.

Mit Praktikawelten hast du einen Partner an deiner Seite, welcher dich umfangreich vorbereitet und unterstützt. Schon in Deutschland beraten wir dich ausführlich und du hast die Möglichkeit an besonderen kulturellen Vorbereitungsseminaren teilzunehmen. Vor Ort stehen dir immer persönliche Ansprechpartner zur Verfügung, welche dich zu Beginn in die Kultur und in die Projekte einführen.

Die Organisation der Unterkunft wird übernommen und ist in der Regel im eigenen Praktikaweltenhaus, in Appartements, Gastfamilien oder in Hostels möglich. Die Projekte finden bei ausgewählten Partnern und Einrichtungen, wie zum Beispiel in Kindertagesstätten, in Schulen, in Krankenhäusern, in Tierauffangstationen oder in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen und Nationalparks statt.

Bist du neugierig geworden und kannst dir schon bildlich vorstellen, wie du in einer Schulklasse in Ghana Englisch unterrichtest oder in Costa Rica am Strand einen Beitrag zum Schutz der Meeresschildkröten leistest? Dann hat auch dich das Fernweh gepackt und du solltest die bunten Kulturen dieser Welt nicht länger auf dich warten lassen. Gerne stellen wir gemeinsam mit dir ein individuell passendes Programm zusammen.

Ausführliche Informationen bekommst du auf unserer Website: www.praktikawelten.de